Team & Presse

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Stephan Plesnik

(BA of Audio Production Arts | Musikproduzent)

Etwas zu tun reicht nicht aus. Man muss etwas bewegen!

Mein Name ist Stephan Plesnik und ich bin ein Musikproduzent der etwas anderen Art. Auf unzähligen Reisen nach Australien, Neuseeland, Singapur, Malaysia usw. hatte ich die große Ehre mit Musikern der verschiedensten Nationen zusammen Musik zu erschaffen. In großartigen Studio Recording Sessions durfte ich von wundervollen Menschen lernen, was besondere Musik auszeichnet…

…die Frage nach dem „Warum?„.

Meine Geschichte

2002 | Alles begann mit einem alten Tapedeck, einem Stift, einem Blatt Papier und einem Versprechen, dass mein Leben für immer verändert hat.

Dieses Versprechen lautete, jeden Freitag nach der Schule mit meinem besten Freund zusammen Rapsongs zu produzieren. Produzieren hieß zu dieser Zeit noch, Texte großer Idole auf Instrumentale der Selbigen auswendig zu rappen. Kurz darauf wurden die Texte durch Originale ersetzt und dann mit einem Shure SM58 auf selbiges Tapedeck aufgenommen. Diese Gehversuche des Paulschen Sound-On-Sound-Recordings wurden schnell um eine DAW mit FruityLoops, Logic 4 und einer M-Audio Soundkarte ersetzt. Multi-Track-Recording begann mit eben den gleichen Stimmen wie zuvor und die Klangqualität war noch weit von „schlechten Demos“ entfernt.

Erfahrung
Wissen
Ambition

Dies hielt uns aber nicht davon ab, ein ganzes erstes Album mit 23 Songs und Gastauftritten verschiedener Freunde zu produzieren. Ein erster Meilenstein der Ambition und Willenskraft war gesetzt.

Mit dem Beginn des Zivildienstes begann dann auch die Zeit der akustischen Recordings. Zusammen mit weiteren guten Freunden im Bunde, wurde der HipHop Sound durch akustische Gitarrenklänge erweitert und auch Gesang gesellte sich zu unserem Rap dazu. Zwei Welten wurden sowohl menschlich als auch musikalisch vereint und ein weiteres Album wurde produziert. Dazwischen hielt natürlich keiner den Schreibzwang auf und so gab es in weniger als drei Jahren mehr als fünf Alben die durch meine Beats, Texte und Recordings und Mixings veröffentlicht wurden.

2006 | Im Paradies der SAE Studios verschwammen Genie und Wahnsinn jeden Tag zu einem königlichen Genuss der Musikproduktion.

Nach einem Tag der offenen Tür in der SAE in Köln war die Entscheidung zu einem Studium des Audio Engineers schnell gefällt. Wenig Theorie, viel Praxis und perfekt ausgestattete Tonstudios mit einigen der teuersten und größten Tische (Mischpulte) locken wahrscheinlich jeden Audiophilen. Nach der Ankunft in Köln und der Begrüßung durch den Schulleiter, zeichnete sich jedoch ein etwas anderes Bild. „In den ersten drei Monaten, werdet ihr nicht in den Studios arbeiten und danach Schritt für Schritt, vom kleinsten zum größten geführt.“, lauteten dessen Worte.

Erfahrung
Wissen
Ambition

Bitte was? – Drei Monate warten und dann erst an einen Tisch, den man schon gefühlte 100 Mal benutzt hat? Ich brauchte eine andere Lösung um mehr zu lernen. Also sprach ich mit den Supervisoren, welche mir empfahlen Studenten in höheren Semestern bei Produktionen zu assistieren und so schneller Erfahrung zu sammeln. Aber wollte ich nicht ein Assistent sein, welcher lernen muss wie sein Job funktioniert. Also setzte ich mich zunächst hin und lernte mit den Handbüchern, jedes technische Gerät aller Studios der SAE auswendig zu beherrschen und schlief gefühlte 4 Stunden in dieser Woche. Danach fragte ich als Assistent bei den erfahrensten Studenten an. Durch meine Vorarbeit wusste ich die Technik besser zu beherrschen, als meine „Chefs“ und so war ich bereits nach zwei Wochen Studienzeit bei Studenten, Supervisoren und Tutoren als „absoluter Freak“ bekannt. Dadurch bekam ich gewisse Vorteile zur Nutzung von Studios und konnte bereits vor meinem offiziellen Audio Engineering Kurs eine Produktion am berühmten Neve 88RS Pult in Studio 1 durchführen.

Die restliche Zeit des Studium waren 96 Stunden Wochen von Mo. – Sa.  in den Studios. Diese Arbeiten wurden lediglich durch ca. 5 Theoriestunden pro Woche unterbrochen. In dieser Zeit entstanden über 300 Audiorecordings von mehr als 75 Künstlern und Bands. Nach dem erfolgreichen Abschluss des Audio Engineering Diplomas ging es dann zur nächstgrößeren Station, dem Bachelor of Arts in Australien an der SAE Byron Bay.

2008 | In der ersten Liga mit den ganz Großen zu spielen erfordert Feingefühl, härtet ab, fördert Empathie und lehrt, warum Musik die einzige Kunst ist.

Australien ist ein beeindruckendes Land, von dem ich in den ganzen zwei Jahren nur bedingt etwas gesehen habe. Daran trug ein Job in den berühmten 301 Studios Byron Bay maßgeblich bei. Aber auch andere wundervolle Menschen und unglaubliche Musiker, welche mich immer wieder in ihre Studios zerrten. Alles begann damit, mir einen Namen zu machen. In den ersten Tagen in Byron Bay verbrachte ich jeden Morgen damit, um Punkt 08:00 Uhr an die Tür der 301 Studios zu klopfen und zu sagen: „I need a job!“. Am fünften Tag war Paul so genervt, dass er mir den Worten „Be here Monday at eight, you got a job!“ meine erste große Chance gab.

Erfahrung
Wissen
Ambition

Endlich angekommen! – Mit der ersten Produktion lernte ich viele unglaubliche Künstler aus der Umgebung von Byron Bay kennen und ebnete mir durch nächtliche Überstunden den Weg in viele Studios und Recordingsessions. Dies alles natürlich ohne Bezahlung, da ich mich ja erst beweisen musste. Dies gelang mir in brenzligen Situation sehr gut durch mein technisches Verständnis der Studiogeräte. Auch in Byron Bay lernte ich vor der ersten Session stets jedes Handbuch, um perfekt vorbereitet zu sein. Dies brachte mir schnell den Spitznamen „Wizkid“ ein und führte nicht zuletzt dazu, Studioredesigns für einige lokale Legenden zu planen und durchzuführen.

In dieser Zeit wirkte ich zum ersten Mal an vielen kommerziellen Produktionen mit. Häufig als „Assistent Engineer“, vereinzelt als „Recording & Mixing Engineer“ und ein paar Mal als „Co-Producer & Producer“. Neben den vielen Studio Recordings führte ich mein Bachelor Studium nebenbei fort und so entstand auch eine Bachelorarbeit, welche so noch nie dagewesen war. Das Endergebnis war eine Pilotepisode einer eigen konzipierten Reality TV-Serie „Buskin 4 Change“ und ein Meilenstein in meiner professionellen Karriere als Creative Media Producer. [Lies die Geschichte hier]

In Australien hatte ich außerdem das unglaubliche Glück, mit einigen der erfolgreichsten Musiker des Kontinents und weltweiten Produzentengrößen zusammen zu arbeiten. Durch diese wundervollen Menschen konnte ich mehr über Musikproduktion und die wirklich wichtigen Merkmale erlernen, als in meiner gesamten vorherigen Laufbahn. Dafür bin ich heute noch unendlich dankbar.

Leider war diese Zeit aber auch der Wendepunkt für meine Leidenschaft zur Musik. Ich merkte, dass ein Toningenieur nur ein Dienstleister ist und als solcher der am schlecht bezahlteste der Welt. Mehr und mehr verlor ich den Spaß daran, Recording Engineer zu sein. Mit diesem Gefühl kehrte nach zwei Jahren dann auch das Heimweh ein und so ging es zurück nach Deutschland.

2012 | Ohne Musik ging es nie und geht es nicht.

Zurück in der Heimat nahm ich von der professionellen Musik zunächst Abstand und konzentrierte mich auf ein anderes Themengebiet, welches bis Heute zu meinen besten Künsten gehört. Creative Media Design und Marketingpsychologie. Im Unternehmen meines Vaters, der Ingenieurbüro Dr. Plesnik GmbH, hatte ich das Glück als ungelernter Anfänger eine neue Servicesparte zu eröffnen. So begann die Zeit des Webdesigns, der Suchmaschinenoptimierung und des Social Media Marketings.

Erfahrung
Wissen
Ambition

Also lernte ich mir zunächst Grundlagen der Webentwicklung an und studierte regelmäßig viele Blogs unglaublich interessanter Entwickler und Produktdesigner. Aus diesen Lektüren entstand mehr und mehr die Vision, Menschen mit Fachvorträgen detaillierte Aufklärung zu hochkomplexen Themen zu geben. Ebenso sollten unsere Kunden nicht das Gefühl haben, wir verkaufen Pakete, sondern beraten sie nach bestem Gewissen. Genau dies zeichnet auch jetzt noch unser Serviceangebot in der Dr. Plesnik GmbH aus.

Wie immer jedoch wurde auch hier der Schrei nach Musik wieder lauter. Ich begann zunächst damit, mir eine eigene Band zusammen zu stellen und meine eigene Musik wieder zu fokussieren. Da man als Produzent aber die Füße nicht still halten kann, kamen unweigerlich mehr Musiker dazu. Deshalb fing ich an, neue Services für Bands und Musiker zu konzipieren, die sich vom normalen Tonstudio unterschieden. Ich nahm alle meine Fähigkeiten zusammen und entwickelte eine klare Vorstellung, wie ich aufstrebenden Musikern helfen könnte eine Karriere zu starten. „VENTURE“ war das erste erfolgreiche Projekt dieser Idee und bis heute sind diese Jungs, ein ganz wichtiger Teil der BadAudioBasement Familie. Ihre Veröffentlichung „gift rein gift raus“ war die erste kommerzielle Ansage des BadAudioBasements für alle Newcomerbands in Deutschland, dass es ohne Label, Verlag und GEMA sehr wohl geht, Musik professionell zu veröffentlichen.

Heute bin ich Produzent, Mentor und Berater für Musik- und Videoproduktion, Marketing, Webdesign, Rechteverwertung und Publishing. Kurzum ein „All-In-One-Producer“ der helfen möchte, genialen Menschen eine Stimme zu geben welche von vielen Menschen gehört wird.

P

Stephan Plesnik in der Presse

Ungeschliffenen Musikern ein Gesicht geben

(von Carsten Rose in der Aachener Zeitung)

Stephan Plesnik bietet einen „Proberaum Deluxe“ für Aachener Nachwuchsmusiker. Er nimmt sich so der Kulturförderung an – will aber nicht Gott sein.

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Ungeschliffenen Musikern ein Gesicht geben

(von Carsten Rose in der Aachener Zeitung)

Stephan Plesnik bietet einen „Proberaum Deluxe“ für Aachener Nachwuchsmusiker. Er nimmt sich so der Kulturförderung an – will aber nicht Gott sein.

Aachen. Sydney 2009: Stephan Plesnik war während eines zwei jährigen Stipendiums im Paradies etlicher Vollblutmusiker – er lebte in einer Villa einen Monat gemeinsam mit Rockstars. Dort arbeitete der damals 24-jährige Aachener als technischer Assistent an einem Album mit Powderfinger, eine der bekanntesten australischen Bands. Plesnik wollte aber nicht immer nur der sein, der bloß „auf den Aufnahmeknopf drückt“ und „nur funktionieren muss“.

Heute, fünf Jahre später, ist Plesnik Produzent. Er produziert Aachener Bands in seinem eigenen Proberaum – dem Bad Audio Basement am Templergraben. Dieses betreibt er auf gut 75 Quadratmetern in einem Loft, seiner früheren Wohnung, seit Anfang des Jahres.

Dort betreut Plesnik Bands in der Produktion und Vermarktung, gibt aber auch Equipment-Schulungen oder Gesangstraining. Den Grundstock bilden seine Erfahrungen aus dem Ausland; neben Australien war er auch in Malaysia und Singapur. Dieses Know-how will der 29-Jährige Jungmusikern aus Aachen vermitteln.

Im Sinne der Kulturförderung in Aachen möchte Plesnik mit seiner Arbeit Talente erkennen, ihnen Vertrauen in ihre Kunst geben und ambitionierten Musikern eine Perspektive bieten. Ihn erfüllt die Aufgabe als Wegweiser, wie er es nennt. „Was gibt es Geileres“, fragt er mit stolzem Grinsen, „als Leuten das beizubringen, was du selbst auswendig kannst?“

Diploma in Köln

Diesen Spaß hatte er bereits als Tutor während seines Studiums in Byron Bay an Australiens Ostküste erfahren. Dort liegt das „Headquarter“ des SAE, einem privaten Ausbildungsinstitut im Bereich der audiovisuellen Medien, wo er 2010 seinen Bachelor of Audio Production abgelegt hat. Am Standort in Köln hatte Plesnik 2008 sein Diploma erhalten.

„Ich habe den Anspruch“, führt Plesnik fort, „Leuten, die sagen, dass Musik ihre Zukunft ist, mit meiner Erfahrung zu helfen.“ Wer von Zukunft spricht, das weiß Plesnik als Unternehmersohn, dem darf der Begriff Investition nicht fremd sein. Für den Aachener Produzenten ist es sehr wichtig, dass junge Musiker mit dem Traum einer pro- fitablen Karriere verstehen, vorab neben ausreichend Zeit auch Geld in die Hand nehmen zu müssen. Schließlich, führt er an, koste auch ein Studium viel Geld, und jedes große Unternehmen habe in seiner Anfangsphase investieren müssen, bevor sich eine Rendite einstellt.

800 Euro kostet das Tages-Gesamtpaket im vollausgestatteten Bad Audio Basement-Appartement. Mit inbegriffen: die Garantie, einen „Hammer-Sound“ und ein „Hammer-Video“ noch am selben Abend zu haben – inklusive Veröffentlichung. „Für gerade einmal 30 Euro“, so Plesnik, „wird ein Album ein Jahr lang auf sämtlichen Plattformen wie iTunes, Spotify oder Amazon angeboten – das wissen leider nur wenige.“ Das Video entsteht direkt im Proberaum, zeigt nur die Band und erzählt keine Geschichte mit Schauspielern, wie es beispielsweise in der Pop-Branche üblich ist. Denn Plesnik weiß genau, worauf Fans und vor allem Festival-Scouts achten, wenn sie nach Newcomer-Bands Ausschau halten.

„Authentisch sein“

„Eine Band muss ein Gesicht haben, authentisch sein. Jeder muss sehen, wer da überhaupt die Musik macht und wie die beim Proben aussehen“, erklärt Plesnik und ergänzt, dass Band-Videos aus Proberäumen auf Youtube die größte Resonanz finden.

Plesnik ist in seinen Aussagen und Ambitionen zielstrebig und unmissverständlich, ein typischer Produzent eben. Er sei aber niemand, der aus Profitgier produziert, sagt er. Er gebe Bands lieber Absagen, wenn er in den Songs kein Potenzial sieht. Er lässt es Bands aber auch frei, nur für die Erinnerung eine Platte samt Video zu produzieren – ohne Ansprüche auf eine steile Karriere.

Viel habe er in Australien auch im Umgang mit Geschäftspartnern und Vorgesetzten gelernt. Er sei nun abgehärtet vom „harten Business“, in dem es alles andere als eine Jobgarantie gab – sein Chef wurde vor seinen Augen gefeuert und Plesnik musste binnen kürzester Zeit einen Nachfolger finden.

In den Tonstudios, erzählt er, gab es ein Gesetz: „Der Produzent ist Gott.“ Doch davon hält er nichts. Plesnik möchte mit „ungeschliffenen Leuten“ arbeiten, die ein Ziel mit ihrer Musik verfolgen. Denn dann drückt er auch gerne bloß auf den Aufnahmeknopf.

Verfasst von Carsten Rose, veröffentlicht in den Aachener Nachrichten am 30.10.2014.